30 Jahre Asylberatung der Caritas Ansbach

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2017 konnte der Caritasverband Ansbach das 30-jährige Bestehen seiner Asylberatung feiern. Zu diesem Anlass wurde im letzten Jahr eine Fotoausstellung initiiert. 27 Schüler des Grundkurses “Kunst” des Platengymnasiums Ansbach hatten dazu je ein Foto angefertigt und im Caritashaus ausgestellt. Die Ausstellung wurde von dem Kunstlehrer Siegfried Kirchhoff begleitet und inspiriert. Sie stand unter dem Motto “Vertreibung, Flucht, Schrecken und Nächstenliebe”. Die drei besten Bilder wurden nun durch eine Jury, bestehend aus dem Caritasvorsitzenden, Dekan Hans-Peter Kunert, der Studiendirektorin Carla Deinlein vom Platengymnasium und dem Sparkassenregionaldirektor Roland Lenz, ausgezeichnet.

Die Sparkasse Ansbach hatte dazu ein Preisgeld in Höhe von 300 Euro ausgesetzt. 50 Euro wurden für den dritten Platz vergeben, 100 Euro für den Zweitplatzierten und 150 Euro für den Sieger.

Dritter wurde Jan Mohr mit dem Bild “Umgang mit Erinnerung”, Zweiter wurde Julian Raab mit dem Foto “Das ist weit weg, das betrifft uns nicht”, und Sieger wurde Fabian Schneider mit dem Foto “Orientierungslos”.
Geschäftsführer Heinz Kestler dankte Oberstudienrat Siegfried Kirchhoff und den Schülern für die tollen Fotos und wies darauf hin, dass alle Fotos so interessant und aussagekräftig seien, dass eigentlich alle einen Preis verdient hätten.

Mit der Ausstellung ist das Ziel verfolgt worden, auf die 30-jährige Asylsozialarbeit der Caritas Ansbach (1987 bis 2017) zurückzublicken. In 30 Jahren Asylsozialarbeit gab es bei der Zahl der zu betreuenden Asylbewerber ein Auf und Ab mit dem Tiefstand von ca. 50 Asylbewerbern im Jahre 2011 und dem Höchststand von ca. 500 Asylbewerbern im Jahre 2015. Aktuell betreuen drei Mitarbeiter der Caritas rund 300 Asylbewerber in zwei großen Gemeinschaftsunterkünften in der Stadt Ansbach. In all den Jahren wurden neue Gesetze beschlossen und wieder verändert, meist nicht zum Vorteil der Flüchtlinge, meint der Caritasverband.

Seit Bestehen der Beratungsstelle wurden Flüchtlinge aus ca. 40 Ländern von der Caritas betreut. An den Herkunftsländern lassen sich die Krisenherde der Welt erkennen: Iraner und Iraker waren immer dabei. Afrikanische Flüchtlinge aus dem Kongo, Äthiopien und Eritrea suchen seit 1992 bis heute Schutz und Anerkennung. In den letzten Jahren sind in hohem Maße Flüchtlinge aus Syrien gekommen.

Im Bild (v.l.): Jan Mohr, Fabian Schneider und Julian Raab.

Text und Foto: Caritasverband Ansbach

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