Feuchtwanger Kunstsommer 2016

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Alles fließt?! LebenWasserMensch

Der Feuchtwanger Kunstsommer 2016 widmet sich vom 29.4. bis zum 14.8. im Fränkischen Museum dem wandelbarsten der Elemente, dem Wasser in einem Dialog zwischen klassischer Moderne und zeitgenössischer Kunst. Begleitend zur Ausstellung gibt es eine Reihe thematisch passender Begleitveranstaltungen von der musikalischen Erkundung des Expressionismus über eine Krimilesung bis hin zu Workshops, die sich künstlerisch-kreativ mit dem Element Wasser auseinandersetzen.

Julius Schülein: Am Meer, ohne Jahr © Sammlung Hierling/Kunsthalle Schweinfurt

Julius Schülein: Am Meer, ohne Jahr © Sammlung Hierling/Kunsthalle Schweinfurt

Panta rhei – alles ist im Fluss. Heraklit (535 – 475 v.Chr.) beschreibt in diesem Bild das Leben als einen Fluss, der sich in ständiger Bewegung befindet. Das sich fortbewegende Element ist das Wasser. Nicht nur in dieser Vorstellung
vom Wandel als Grundkonstante menschlicher Existenz, steht das Wasser mit dem Leben in enger Verbindung. Gerade weil das Wasser so elementar für das menschliche Leben ist, wurde es immer wieder auch Motiv und Gegenstand für die Bildende Kunst. Besonders in der Landschaftsmalerei erscheint das Wasser in seinen unterschiedlichen Formen. Dies liegt auch daran, dass kein anderes der vier Elemente in derart verschiedenen Erscheinungen und Zuständen auftreten kann.

Und so finden sich auch in der Sammlung von Joseph Hierling, die einen Großteil der Ausstellung im Museum bildet, nicht wenige Werke mit einem Bezug zum Wasser. So unterschiedlich diese Werke auch sind, sie verbindet die Zugehörigkeit zum »Expressiven Realismus«. Unter dem Titel »Alles fließt!?« werden diese Arbeiten mit einer Installation konfrontiert, die speziell für den Feuchtwanger Kunstsommer 2016 konzipiert worden ist: Mit dem Projekt »Eine Eimerkette« lädt die Münchner Künstlerin Juliette Israël alle Besucher des Feuchtwanger Kunstsommers ein, an einem Teil der Ausstellung aktiv mitzuwirken. Die Künstlerin hat eine Serie von 500 Plastikeimern mit einem Siebdruck gestaltet und zu einer raumgreifenden Installation angeordnet. Jeder der Eimer ist nummeriert und signiert. Jeder Besucher kann seinen eigenen Putzeimer mit in die Ausstellung bringen und diesen gegen einen der bedruckten Eimer eintauschen. Dabei entscheidet er, wie er in das Gesamtbild der Installation eingreift. Er hinterlässt Spuren, trägt zur Entwicklung des Bildes bei und geht mit einem Eimer der Künstlerin Juliette Israël nach Hause.

Umfangreiches Begleitprogramm

Begleitend zur Ausstellung präsentieren wir eine Fülle von Begleitveranstaltungen: Die erste findet bereits am Freitag, den 6. Mai 2016, um 19 Uhr statt. Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule für Musik in Dinkelsbühl fragen „Expressionismus – was ist das eigentlich?“. Neben unterhaltsamen Texten steht die Gitarrenklasse von Helmut Oesterreich im Mittelpunkt. Sie verbindet in unterschiedlichen Besetzungen wandelnd im Ausstellungsraum die expressionistische Musik mit der Kunst. Karten für 5 Euro gibt es hierfür ab 18.30 Uhr an der Abendkasse.

Gudrun Schury und Rolf-Bernhard Essig © Essig

Gudrun Schury und Rolf-Bernhard Essig © Essig

Die zweite Veranstaltung schlägt thematisch den Bogen von der Kunst zur kriminellen Energie, die sich in der Krimikomödie „Arsen und Spitzenhäubchen“ in Person der beiden reizenden, mordenden Damen Abby und Martha Brewster auf der Kreuzgang-Bühne wiederfindet. Denn, dieselben Finger, die wundervolle Kunstwerke schufen, setzten ebenso geschickt Pistole, Schwert oder Gift ein. Das Schöne und das Grausame, sie trafen nicht selten in der Geschichte der Künste zusammen. Davon erzählen in ihrem neuen Buch „Schlimme Finger“ die Bamberger Autoren Gudrun Schury und Rolf-Bernhard Essig spannend wie in einem Kriminalroman. Es geht um Maler, Komponisten, Autoren und Musiker, die Verbrechen begingen oder aber vom Straftäter zum bewunderten Künstler wurden – vom 15. Jahrhundert bis heute. In ihrer packenden Lesung am 22. Mai 2016, um 18 Uhr stellen die Autoren besonders erstaunliche und berüchtigte Künstlerverbrecher vor.

Informationen zur Ausstellung und zu den Begleitveranstaltungen gibt es:
- im Kulturbüro, Marktplatz 2, 91555 Feuchtwangen, Tel.: 09852 904 44
- per E-Mail: kulturamt@feuchtwangen.de
- oder im Fränkischen Museum, Museumsstraße 19, 91555 Feuchtwangen, Tel.: 09852 2575

Quelle: PR

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