Flüchtlingsstand in Mittelfranken – Antwort vom Bayerischen Staatsministerium

0

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Frankensprecher der FREIEN WÄHLER im Bayerischen Landtag Dr. Peter Bauer aus Sachsen b. Ansbach erkundigte sich nach der derzeitigen Flüchtlingssituation in Mittelfranken.

Aus der Antwort des Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration und des Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr geht hervor, dass sich die in Mittelfranken untergebrachten Asylbewerber und Flüchtlinge in eine Aufnahmeeinrichtung verteilen mit mehreren Dependancen mit insgesamt knapp 4.000 Plätze, 62 Gemeinschaftsunterkünfte mit 5.000 Plätzen und rund 800 Unterkünfte der Kreisverwaltungsbehörden.

20.000 Menschen leben in Mittelfranken in Asylunterkünften

(Stand: 31.12.2016)

Der Männeranteil beträgt 69 Prozent, der Frauenanteil 31 Prozent. Rund 24 Prozent sind unter 14 Jahre alt und knapp 1.000 Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahre leben in Mittelfranken. Die meisten Menschen kommen aus Syrien und Irak mit jeweils fast 5.000 Personen sowie aus Äthiopien mit 2.700 Personen. Außerdem stellen osteuropäische Asylbewerber aus Aserbaidschan, Ukraine, Armenien, Russland und Weißrussland mit über 4.000 Menschen einen großen Anteil.

Die Unterkünfte werden insbesondere von der Bayerischen Polizei geschützt und durch den Einsatz von Sicherheitsdiensten unterstützt. Die Kosten im Jahr 2016 stiegen im Vergleich zum Jahr 2015 von 10 Mio. auf fast 20 Mio. Euro an.

Wie viele Asylbewerber im Jahr 2016 in das Integrationsprogramm aufgenommen wurden, beantwortet das Bayerische Staatsministerium vage: “Im Hinblick auf die insbesondere durch die Ehrenamtlichen geleisteten Maßnahmen, liegen der Staatsregierung keine konkret belastbaren Zahlen vor.”

Auch was die Gesamtkosten für die Unterbringung und Integration in Mittelfranken angeht, kann die Staatsregierung keine Zahlen vorlegen, sondern nur die bayernweiten Ist-Ausgaben in Höhe von knapp 3 Milliarden Euro benennen.

Quelle: Freie Wähler

Beitrag teilen

Kommentar beitragen