Flut in Malawi

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„Erschreckende Nachrichten“ erreichten vor wenigen Tagen den Verein „Ansbach für Malawi“. Die Regionen im Süden des Landes, wie auch im benachbarten Mosambik, wurden von einer Flut geplagt. Schwere Regenfälle haben Dämme gebrochen und Flüsse zum Übertreten gebracht.

„Fast eine Million Menschen sind betroffen, über hundert mussten bereits sterben. 38.000 Menschen allein in Malawi mussten ihre Häuser verlassen und haben in Notfallcamps Schutz gesucht“, teilt der Verein mit. „Wir wollen nun schnellstmöglich helfen. Vor Ort besteht dringender Bedarf an Medizin, Nahrung und Hygieneartikeln“. In den überfüllten Camps drohe der Ausbruch von Krankheiten, auch fehlten Netze zum Schutz vor Malaria-übertragenden Moskitos.Malawi2

Der Sturm hat zudem an den Partnerprojekten des Vereins schwere Schäden verursacht. An den Schulen müssen Nottoiletten errichtet werden, den Schülern wollen die Vereinsmitglieder weiter die Mittagsversorgung garantieren.

Die malawische Regierung habe bereits schnell reagiert, Camps errichtet und Rettungsteams in betroffene Regionen geschickt, lokale Organisationen wie das Malawische Rote Kreuz seien im Einsatz. Auch internationale
Hilfe laufe nun langsam an. „Jede finanzielle Unterstützung kann Leben retten“, betont „Ansbach für Malawi“. Der Verein ging aus der Initiative „Ansbach hilft“ hervor – gegründet als Reaktion auf die Flutkatastrophe in Deutschland 2014. „Bereits in unserem ersten Jahr halfen wir, als Malawi von einer Flut getroffen wurde. Immer wieder spüren wir bei unserer Arbeit, wie ähnlich unsere Schicksale auf diesem Planeten sein können. Das bestärkt uns in unserer Solidarität“, schreibt der Verein in einer Pressemitteilung.Malawi4

Man könne sofort einen Betrag vom Spendenkonto des Vereins überweisen. Da die Gelder jedoch fest für nachhaltig angelegte Entwicklungsprojekte eingeplant seien, hoffen die Mitglieder auf finanzielle Unterstützung:
Bereits für 16,50 Euro erhielten 25 Schüler, die mindestens drei Tage die Woche die Schule besucht haben, für zwei Monate Nahrungsmittel mit nach Hause, um neben der Verpflegung in der Schule am Wochenende zu essen haben.

Ein Riesenproblem seien die eingestürzten Toiletten. Zusammen mit der zerstörten Wasserversorgung kämen jetzt Durchfälle und Cholera, weil Abwasser und Frischwasser nicht mehr getrennt sind. „Ansbach für Malawi“
rechnet damit, dass ca. 4.000 Toiletten und drei Bohrlöcher zerstört wurden. 20 Euro koste die Reparatur einer Toilette, man brauche nur das Material für die Bodenplatte und das Dach, die Wände könne man wieder
aufrichten, die Arbeit leisteten die Menschen selbst.

Auf www.betterplace.de und der Facebook-Seite des Vereins wurden Notspendenkonten eingerichtet. Außerdem kann mit dem Betreff Flut 2019 an die Kontoverbindung  des Vereins (IBAN: DE75 7655 0000 0008 6200 15 BIC: BYLADEM1ANS) gespendet werden.

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Text und Fotos: „Ansbach für Malawi e.V“, redaktionelle Bearbeitung: hw

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