Harald Weinberg: „Gesundheit statt Rendite bringt ANregiomed voran“

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Umfrage zu SANA-Kliniken – Schlusslicht bei Patientenzufriedenheit

Fraktion DIE LINKE für Ende der Verhandlungen über Geschäftsbesorgung mit Klinikkonzern

Sowohl in Franken als auch in Baden-Württemberg sind vom Klinikkonzern Sana AG geführte Krankenhäuser Schlusslicht bei der Patientenzufriedenheit. Das ergibt eine veröffentlichte Umfrage der Techniker Krankenkasse (Stand 1. Mai 2016). Demnach schneidet die Sana-Klinik Hof mit 67,6 Prozent in Franken am schlechtesten ab. In Baden-Württemberg steht die Sana-Klinik Biberach mit nur 64,4 Prozent Zufriedenheit (Umfrage auf www.stimme.de) bei Patienten am stärksten in der Kritik. Beide Häuser wurden vor einigen Jahren vom privaten Klinikkonzern übernommen. Auch Krankenhäuser, bei denen Sana die Geschäftsführung übernahm, stehen zumeist schlecht da; exemplarisch die Kliniken Rems-Murr mit 68,1 Prozent, so DIE LINKE.

Die aktuellen Zahlen kommentiert der krankenhauspolitische Sprecher dieser Fraktion im Bundestag, MdB Harald Weinberg: „Das Geschäftsmodell von Sana, aus Auslagerungen und Kürzungen in patientennahen Bereichen Profit herauszuschlagen, ist kurzsichtig. Diese Unternehmenspolitik nützt einigen Sana-Aktionären, nicht aber der Versorgung der Menschen.” So würden Patienten vergrault und Fachpersonal abgeschreckt. Klar müsse daher sein: Gesundheit statt Rendite bringe ANregiomed voran. Der Einstieg in Verhandlungen mit Sana über die Geschäftsbesorgung der Kliniken in Stadt und Landkreis Ansbach sei ein unausgegorener Schnellschuss gewesen, der besser jetzt als später abzubrechen sei.

Die TK-Umfrage zeige auch, dass konsequente Orientierung am Patientenwohl nicht zuletzt die Wirtschaftlichkeit verbessere. Ziel müsse nun sein, die Zustimmungswerte bei den Kliniken Ansbach (74,7 Prozent Zufriedenheit und Dinkelsbühl (78,1 Prozent) etwa durch eine gute Personalausstattung in der Pflege zu verbessern sowie den hohen Zuspruch zum Krankenhaus in Rothenburg (90,9 Prozent Zufriedenheit) nicht durch schlechter Stellen der hervorragend arbeitenden Beschäftigten zu gefährden.

Quelle: Boris-André Meyer (DIE LINKE)

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