Interview mit dem Künstler Tobias Regensburger

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Seit 1. Mai stehen die Tore des Museumshofs zwischen 9.00 und 20.00 Uhr für alle Besucher offen. Im Rahmen des Ausstellungsprojektes „HeimWeh“ stellt der Kieler Künstler seine aufwendige Installation (CAMP) aus. Mitten im Hof steht ein Hubschrauber, welcher aus vielen verschiedenen Baumaterialien besteht. Am hinteren Teil des Helikopters ist eine wohnlich eingerichtete kleine Holzhütte angebaut. Der Künstler spielt auf verschiedene Themen an, wie zum Beispiel den Freiheitsdrang jedes Individuums in Form von Urlaub oder Camping, als auch auf den täglichen und militärischen Kampf ums Überleben. Wir haben dem in Göttingen geborenen Künstler einige Fragen zu seinem Werk gestellt.

Installation des Künstlers Tobias Regensburger aus Kiel im Museumshof. (Foto: ah)

Installation des Künstlers Tobias Regensburger aus Kiel im Museumshof. (Foto: ah)

Was war Ihr Anlass für dieses Kunstprojekt?
Ich bin vor knapp zwei Jahren von dem Kurator Dr. Christian Schoen zu dem Projekt „HeimWeh“ eingeladen worden. Es steckte „damals“ noch in der groben Vorbereitungszeit – und es war nicht wirklich klar, in welcher Form das Projekt realisiert werden würde.

Wann haben Sie damit begonnen und wie lange hat es gedauert?
Meine Installation CAMP existiert inzwischen seit fast 12 Jahren. Der Helikopter hat nun einen neuen Platz in Ansbach gefunden und transportiert eventuell merkwürdige Bilder in die Köpfe der Menschen, die vor ihm stehen.

Wie kamen Sie an die Materialien? Was war der Reiz?
Der Reiz etwas zu tun liegt unerklärlich darin, „Bilder“ zu schaffen. Meint man es zu können, tut man es einfach. Materialien sind immer vorhanden.

Inwieweit hatten Sie die Idee im Kopf, wie viel ist während des Prozesses entstanden?
Ich hatte die Idee nicht jetzt aktuell, mein Objekt passte einfach zu dem Thema Heimweh. Das CAMP ist in einer gewissen Form autobiografisch zu betrachten. Ich befinde mich zwischendurch immer mal wieder am Existenzminimum. – Wie geht es weiter? Wo kann ich leben? –  So geht es unendlich vielen Menschen und es wird nicht besser.

Foto: ah

Foto: ah

Wo war die Installation schon ausgestellt, wie waren die Reaktionen?
Das CAMP war in München, Kiel und Leipzig zu sehen und nun in Ansbach, bin gespannt auf neue Reaktionen!

Wer finanziert das Ganze?
Viele Menschen, denen das Projekt am Herzen liegt, ich habe da keinen genauen Überblick.

Inwieweit hat die politische Situation Sie bei der Thematik beeinflusst?
Ich bin kein wirklich politischer Mensch. Ich weiß inzwischen nur, dass sehr viel auf der Erde ganz schräg abläuft.

Was bedeutet Heimat für Sie?
Liebe.

Wann hatten Sie das letzte Mal Heimweh?
Gestern und vorgestern …

Wie gefällt Ihnen Ansbach?
Ich habe mich sehr wohl gefühlt!

 

Text: Judith Fischer
Bildquelle: www.an-spruch.info/presse/

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