Orchideenwanderung des Bund Naturschutz in Petersaurach: schöne Blumen und Umweltfrevel entdeckt

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Am Donnerstag, dem 9. Mai, folgten trotz des wechselhaften Wetters einige Bürger der Einladung der Ortsgruppe Petersaurach zum Familienspaziergang zur Feuchtwiese des Bund  Naturschutz (BN). Ein Teil der Gruppe wanderte zu Fuß Richtung Langenloh zur Orchideenwiese des BN, die anderen fuhren ab dem Treffpunkt am Rathaus, begleitet vom stellvertretenden Ortsgruppenvorsitzenden Peter Weimer, mit dem Rad.

Die Besucher konnten nicht nur das breitblättrige Knabenkraut bestaunen, sondern fanden bei der Führung entlang der Wiese auch noch blühende Exemplare der Schachbrettblume. Die Wiese ist im Besitz des Bund Naturschutz e. V. und wird seit vielen Jahren von einem Petersauracher Landwirt nur zwei Mal pro Jahr gemäht, erstmalig Anfang Juli, damit sie zuvor aussamen kann. Im letzten Jahr hatte er sie aufgrund der extremen
Trockenheit nur einmal gemäht, wie er erklärte.Schachbrettblume-Foto-Claudia-Lehner-Sepp_184813

Der Bauer, der die Wiese bewirtschaftet, hat dieses Jahr auch schon Kiebitze dort gesehen. Die Ortsgruppenvorsitzende Claudia Lehner-Sepp erläuterte den Zuhörern, dass der Kiebitz mittlerweile auf der Internationalen Roten Liste der gefährdeten Arten stehe. Als Bodenbrüter auf Feldern und Äckern sei sein Lebensraum durch die intensive Bewirtschaftung stark bedroht. Durch die Verwendung von Ackergiften und dem damit verbundenen Insektenrückgang fände er immer weniger Nahrung.

Die Teilnehmer mussten darüber hinaus feststellen, dass auf der anderen Seite des Bächleins, von dem die BN-Wiese begrenzt wird, Gülle bis an den Rand des Wassers ausgebracht und sogar mit schwerem Gerät in den
Wassergraben gefahren worden war. Für die Anwesenden zeigte sich, dass die vom Bienen-Volksbegehren geforderten Gewässerrandstreifen nicht nur im Gesetz stehen, sondern auch in der Praxis umgesetzt werden müssen, um unser Wasser zu schützen, teilte die Ortsgruppe Petersaurach mit. Solche Negativbeispiele brächten den Berufsstand der Bauern in Verruf.

Außerdem fanden die teilnehmenden Bauern an diesem Feld auch noch einen Grenzstein, der umgeackert worden war.

Breitblaettriges-Knabenkraut-Foto-Claudia-Lehner-Sepp_184510

Text: Bund Naturschutz, Ortsgruppe Petersaurach; redaktionelle Bearbeitung: hw, Fotos: Claudia Lehner-Sepp

 

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