Über 40.000 Zuschauer in Kreuzgang und Nixel-Garten

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Kreuzgangspiele 2014

Am 16. August hallten zum letzten Mal das Familienstück „Heidi, deine Welt sind die Berge“ und „Wilkommen, bienvenue, welcome“ zwischen den romanischen Arkaden des Kreuzgangs nach und am Abend das Musical „Cabaret“ auf der Kreuzgang-Bühne. Von der ersten Premiere am 25. Mai 2014 bis zur Dernière konnte das traditionsreiche Sommertheaterfestival in 140 Vorstellungen insgesamt über 40.000 ZuschauerInnen trotz unbeständigem Wetter begrüßen.

Dabei fanden die Kreuzgangspiele 2014 zum ersten Mal unter einem Leitthema statt. Alle Inszenierungen im Kreuzgang und im Nixel-Garten setzten sich in je sehr unterschiedlicher Weise mit dem Thema „Freiheit“ auseinander – die Ausrichtung nach gerade dieser Thematik hat für die Freilichtspiele im Kreuzgang eine ganz besondere Bedeutung, wurde das Theater doch gerade bewusst 1949 nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als eine Einrichtung für Freiheit und Demokratie ins Leben gerufen.

Die politische Bedrohung der Freiheit durch den Nationalsozialismus spielte demnach auch im Musical „Cabaret“ eine entscheidende Rolle. Die eindrucksvolle Geschichte um den Nachtclubstar Sally Bowles, den amerikanischen Schriftsteller Cliff Bradshaw, um Fräulein Schneider und Herrn Schulz präsentiert von einem wunderbaren Conférencier wurde insgesamt 36 Mal im Kreuzgang gegeben; über 13.700 Zuschauerinnen und Zuschauer haben sich von den Girls in das Berlin der frühen 1930er Jahre entführen lassen.

Wilhelm Tell gespielt von Frank Jordan (Foto: Forster/Kreuzgangspiele)

Wilhelm Tell gespielt von Frank Jordan (Foto: Forster/Kreuzgangspiele)

Zum Publikumsliebling mit ausverkauftem Haus sowie einer Zusatzvorstellung entwickelte sich in diesem Jahr das Schillersche Freiheits-Drama „Wilhelm Tell“ um Apfelschuss und Rütlischwur. Insgesamt 8.300 Kreuzgangbesucher begleiteten den Schweizer Freiheitskampf auf der Kreuzgang-Bühne. Die Schweiz war auch im Kindermusical „Heidi“ Ort der Handlung – 44 Mal waren Heidi und Peter mit 13.400 ZuschauerInnen den Weg in die Stadt und zurück auf die Alm gegangen.

Besonders erfolgreich waren im Festspielsommer 2014 die Jungen Festspiele im Nixel-Garten. Über 3000 Kleinkinder und Jugendliche besuchten im Juli die Vorstellungen hinter der wildromantischen Scheune. Die kleinen Kinder ab 3 folgten Tiger und Bär auf der Suche nach ihrem Traumland Panama nach der bezaubernden Erzählung von Janosch. Das junge Publikum ab 13 erlebte „Die Leiden des jungen Werther“ in einer modernen Inszenierung nach dem berühmten Briefroman von Johann Wolfgang von Goethe.

Die KreuzgangspieleExtra-Veranstaltungen wie der TheaterStadtSpaziergang oder die musikalische Mitternachtsshow sind inzwischen zu einer festen Institution neben den Aufführungen in Kreuzgang und Nixel-Garten geworden. Darüber hinaus führten die Kreuzgangspiele für das interessierte Publikum vor den Abendstücken ca. 35 Einführungsvorträge durch und boten nach den „Heidi“-Vorstellungen ca. 25 Mal einen „Blick hinter die Kulissen“. Nach den Vorstellungen im Nixel-Garten gab es für das Publikum täglich die Möglichkeit, die in Janoschs „Oh, wie schön ist Panama“ eingesetzten Tierpuppen zu bestaunen und anzufassen, mit den Schauspielerinnen und Schauspielern ins Gespräch zu kommen und mehr über das Theater machen zu erfahren.

Das Kulturbüro macht bis zum 14. September Betriebsurlaub, dann startet Feuchtwangen mit dem KulturTreff-Programm in die Wintersaison – dabei unter anderem mit einer neuen Literaturreihe, die unter dem Titel „wortarten“ Autoren und Texte unterschiedlichster Art präsentiert – und die Vorbereitungen auf den Festspielsommer 2015 können beginnen.

Quelle: Kreuzgangspiele Feuchtwangen

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