Weltladen Ansbach sammelt über 500 Althandys

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Rund 123 Millionen Althandys lagern in deutschen Schubladen. Die im Mai 2017 gestartete “Handyaktion Bayern” sammelte bis Ende 2018 an rund 350 Sammelstellen um 20.000 alte, kaputte oder gebrauchte Handys.
Seit Herbst 2018 ist der CVJM-Weltladen, den es seit 39 Jahren gibt, Sammelstelle für Ansbach und sammelte bereits über 500 Handys.

Die Vorstellung der Sammelurkunde verband der Weltladen mit einem Pressetermin und der Feier des zehnjährigen Bestehens des Standortes am Johann-Sebastian-Bach-Platz.
Dr. Christian Schoen in Vertretung von Oberbürgermeisterin Carda Seidel und Dekan Hans Stiegler waren gekommen und sprachen ihren Dank für die langjährige Arbeit des Weltladens und seiner ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen aus. Auch der katholische Regionaldekan Hans Kern schickte einen Gruß.

“Der CVJM-Weltladen hat einen Stein ins Rollen gebracht, was das Thema fairer Handel und Gerechtigkeit in unserer Stadt angeht. Mittlerweile ist er schon ein kleiner Fels”, lobte Dekan Hans Stiegler in seinem Grußwort.
Der Bildungsreferent des CVJM-Weltladens, Eberhard Schulte, wies darauf hin, dass die Handyaktion mindestens bis 2021 weitergehen wird. Geplant war sie ursprünglich bis zum Mai 2019. “Von mir aus gerne so lange, bis alle Schubladen leer sind”, so Eberhard Schulte, der einige Fakten zur Fairtrade-Bewegung in Deutschland nannte: Der Umsatz von Produkten mit Fairtrade-Siegel stieg im Jahr 2018 auf 1,62 Milliarden Euro, eine Steigerung um 22 Prozent. 29 Millionen Euro Fairtrade-Prämien wurden durch Verkäufe in Deutschland generiert. “Und wir wollen und werden weiterwachsen”, ist sich Eberhard Schulte sicher.

Handys sind aus dem Alltag nicht wegzudenken. Allein in Deutschland werden jedes Jahr mehr als 35 Millionen neue Handys gekauft. Jedes Gerät wird nur ca. 18 Monate genutzt und dann durch ein neues ersetzt. Allein Handys verursachen so jährlich mindestens 5.000 Tonnen Elektronikschrott. Ausgediente Mobiltelefone verschwinden oft in der Schublade und bleiben dort. Doch die kleinen “Schatzkisten” enthalten wertvolle Rohstoffe wie Gold oder Kupfer. Sie sind zu wertvoll, als dass sie ungenutzt bleiben sollten, auch weil die Rohstoffgewinnung massive Probleme verursacht, heißt es von der “Handyaktion Bayern”, einer Kooperation von Mission EineWelt und dem Eine WElt Netzwerk Bayern e.V.

Redaktionelle Bearbeitung: hw, Foto: CVJM

 

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