LesArt 2014 – 2. bis 9. November

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Ansbacher Literaturtage

In die 18. Mal geht das Literaturfest, das die Städte Ansbach, Schwabach und Lauf gleichzeitig zelebrieren. Namhafte deutschsprachige Autoren tragen ihre Werke auf unterhaltsame und anregende Weise vor. Diskussionen sind fester Bestandteil der LesArt. Die Veranstaltung läuft vom 2. bis 9. November 2014. Zur Eröffnung am Sonntag, 2. November, steigt um 11 Uhr die Matinee im Kunsthaus Reitbahn: Man darf gespannt sein auf Lyrik des Platenpreisträgers Fitzgerald Kusz. Für die Vertonung sorgt Komponist Heinrich Hartl und Sängerin Christine Ganslmayer. Der Eintritt ist frei. >>Ausführliches Programm der LesArt 2014

Am 3.11. liest Angelika Klüssendorf aus „April“, das für den Deutschen Buchpreis nominiert ist. In ihrer schlichten und klaren Sprache erzählt sie vom Ausbruch aus einer Kindheitshölle. Der „Spiegel“ resümiert: „Vor allem aber zeichnet sie das Porträt eines Unterschichtenkinds, das erwachsen wird mit Hilfe von Kunst und Literatur.“ (20 Uhr, Stadtbücherei am Karlsplatz)

4.11.: „Die neue Weltliteratur und ihre großen Erzähler“ von Sigrid Löffler. Sie stellt ihre wichtigsten Repräsentanten vor, ordnet ihre Werke bestechend klug in die großen politisch-kulturellen Konfliktfelder der Gegenwart ein, von Naipaul, Salman Rushdie, Michael Ondaatje und J. M. Coetzee bis zu Aleksandar Hemon, Teju Cole und Gary Shteyngart. Auch war sie Teilnehmerin der ZDF-Sendung „Das Literarische Quartett“. (20 Uhr, RV-Bank an der Promenade)

4.11. „Der letzte Ort“ von Sherko Fatah: Ein deutscher Aussteiger wird in den Irak entführt. Sein Übersetzer stellt seine einzige Brücke in die fremde Kultur. Als atemberaubenden literarischen Thriller und sensibles Psychogramm beschreibt er die Figuren. Auszeichnung Fatahs mit dem Aspekte Literaturpreis und Hilde-Domin-Preis. (20 Uhr, RV-Bank an der Promenade)

5.11. „Über den Feldern“ von Horst Lauinger: Ein Buch wie eine Schatzkiste. 100 Jahre nach Ausbruch des 1. Weltkrieges erscheinen viele Bücher zum Thema. Doch keines ist wie „Über den Feldern“. Das universelle Panorama der Jahre 1914–1918 beleuchtet menschliche Abgründe, zeigt die Realität des Krieges und überrascht mit unvermuteten Hoffnungs- und Glücksmomenten. Lauinger ist Lektor und zuständig für Klassikerneuübersetzungen im Manesse Verlag. (20 Uhr, Markgrafen-Museum, Kaspar-Hauser-Platz 1)

6.11. Das aktuelle Buch »Chefinnen in bodenlangen Jeansröcken« gibt längst vergriffene, gestaltete Texte Max Goldts aus den Jahren 1998–2012 wieder. Die Lesung trägt den Titel „Schade um die schöne Verschwendung!“ und verheißt einen literarischen Abend über die Absurditäten des Alltags. Mehrfacher Preisträger, z.B. Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor, Richard-Schönfeld-Preis für literarische Satire. (20 Uhr, Kunsthaus, Reibahn 3)

7.11. Werner Schneyder: Seinen Hauptberuf gab er einmal scherzhaft als „Meinungsträger“ an, und berichtet nun, wie seine Meinungen entstanden sind. Vom Erlebnis des ersten Bombenangriffes als Kind über das Kriegsende, die Schulzeit, das Studium, den Journalismus, das Fernsehen bis zum Schritt auf die Bühne.Vor allem als Kabarettist und satirischer Essayist ist er durch seine Fähigkeit, Theorie und Analyse in Pointen zu verwandeln, eine bekannte Größe geworden. Seine Kritik verteilt er unparteiisch in alle Richtungen. Sein literarisches Schaffen umfasst neben Kabarett-Texten auch Aphorismen, Erzählungen, Satiren und Gedichte. (20 Uhr, Kunsthaus, Reibahn 3)

8.11. Die Autorengruppe des Kulturvereins Speckdrumm e.V. gehört seit über
einem Jahrzehnt zum festen Bestandteil der LesArt. Diverse Veröffentlichungen in renommierten Verlagen (Jugendromane, Krimis, Kurzgeschichten) und gute Platzierungen bei Literaturwettbewerben belegen die Qualität der Texte. In diesem Jahr haben die Texte der Autorengruppe folgenden Ausgangspunkt: „Eine Hochzeit auf dem Land. Am späten Nachmittag versammeln sich die Gäste und das Brautpaar. Eifrig werden kleine Karten geschrieben. Bald darauf steigen zahlreiche Luftballons mit ihren Anhängseln in den Himmel empor.“ Wie geht es weiter? Das Publikum darf gespannt sein. (20 Uhr, Kunsthaus, Reitbahn 3)

9.11. Literarische Matinee mit Vortrag und Rezitation von „Goethe in Weimar“. Die Tradition der literarischen Matinee mit jährlich vier Veranstaltungen setzt der Kulturverein Speckdrumm in diesem Jahr zum Thema „Thomas Mann – Topografien“ fort. Doktor Gunnar Och ist Professor für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität- Erlangen-Nürnberg. Er bestreitet jeweils den thematisch-wissenschaftlichen Vortrag. Ebenfalls Literaturwissenschaftler ist Dr. Christoph Grube, der zudem eine Ausbildung zum „Acustic Actor“ an der Internationalen Schule für Schauspiel und Acting in München absolviert hat. Er liest ergänzend zum Vortrag aus Thomas Manns Originaltexten.

9.11. Zum siebzigsten Geburtstag Michael Krügers erschien „Umstellung der Zeit“. Es sind Gedichte, die, mit einer Mischung aus Staunen und Reflexion, den Blick auf unsere Lebensverhältnisse richten. “Michael Krügers neue Gedichte fügen sich zu einer großen Elegie auf die verschwindende Sichtbarkeit von Welt …der Lyriker auf der Höhe seiner Kunst.” schwärmt die FAZ. Er wird respektvoll als „Urgestein des Literaturbetriebs“ bezeichnet und gilt als Phänomen: Michael Krüger, Verleger und Schriftsteller in Personalunion. (20 Uhr, Reitbahn 3).

>>Ausführliches Programm der LesArt 2014

Bei Les Art handelt es sich um eine Veranstaltung der Stadt Ansbach zusammen mit dem Kulturverein Speckdrumm. Karten und Kontakt:
Amt für Kultur & Touristik | Kulturverein Speckdrumm e.V.

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